Objektart

Einfamilienhaus

Adresse

42477 Radevormwald

Objektdaten

Wohnfläche 200m² Gesamtfläche 200m² Grundstück 896m² Bauzeit 08-2006 bis 04-2007
Wohneinheiten WE 146m², 1 WE 54m² Bauart Ökologischer Holrahmenbau in Fertigteilen, Untergeschoß Beton & Bestandsmauerwerk

Objektdaten

Baujahr 2006
Wohnfläche 200 m²
Grundstücksgröße 896 m²
Etagenanzahl 2
Bauzeit 08-2006 bis 04-2007

Ausstattung

Balkon / Terasse
Kamin 2
Keller

Entwurf für eines Wohnhauses mit zwei Wohneinheiten und Erweiterungsbau für mehrere Generationen

1. Aufgabenstellung
Die Bauherren, planten auf ihrem Grundstück, in Stadtrandlage von Radevormwald, ein Wohnhaus zu errichten. In den Entwurf sollte eine Wohnung für die Tochter mit eingebunden werden. In einer Variante wurde der Entwurf um eine weitere Wohneinheit, für den Sohn und seine Familie, vergrößert.
In der Variante I entstehen zwei Wohneinheiten für drei Personen, in der Variante II
entstehen drei Wohneinheiten für 6-7 Personen.

Ausgeführt wurde schließlich die Variante I


2. Ausgangslage
Das Grundstück ist das Drittletzte der Straße vor beginnenden Wäldern und Wiesen.
Es wird durch eine Stichstraße erschlossen und liegt in Stadtrandlage von
Radevormwald. Das Hanggrundstück hat 896 m² und war im südlichen Teil mit einem
voll unterkellerten, eingeschossigen Wohnhaus mit einer Grundfläche von 12m x 8m
bebaut. Im nördlichen Grundstücksteil war eine ebene, bekieste Fläche von ca. 15m x
15m ausgehoben worden. Im östlichen Teil ist ein Baumbestand vorhanden. Die
Erschließung von der Straßenseite erfolgt von Westen. Die Baugrundverhältnisse sind
Fels, in Teilbereichen Wasseradern. Auf dem Grundstück sind Zu- und Abwasseranschlüsse, sowie ein neuer Gasanschluß vorhanden.


3. Bauwerkszustand
Das Bestandsgebäude war, in seiner jetzigen Form, für ein Wohnen von mehreren
Wohneinheiten nicht umnutzbar. Genauere Bauwerksuntersuchungen sind nicht erfolgt. Es war zu vermuten, dass der Keller komplett gegen drückendes Wasser
abgedichtet werden muß. Auf die Gebäudelänge des Bestandsgebäudes Richtung Nord, fällt das Gelände um ca. 3 Meter ab. Der Keller wäre hier komplett oberirdisch.

4. Entwurfsansatz
Bei Erhaltung, Sanierung und Umnutzung des Bestandsgebäudes war mit unkalkulierbaren Kosten zu rechnen. Die Empfehlung lautet auf Abriß und Neubau. Dadurch konnte außerdem das neue Gebäude entsprechend den Umgebungs- und Entwurfsfaktoren Belichtung, Belüftung, Ausrichtung, Wohnkonzept,
Nutzung des Grundstücks, Baustoffwahl, Ausblick etc. erheblich besser Rechnung
getragen werden. Auf eine Unterkellerung sollte aus Kostengründen verzichtet werden.
Der Bestandskeller wurde erhalten und teilweiser als reiner Keller mit HWR-Raum genutzt. In den übrigen Bestandskelleruch wurde ein Regenwasserbehälter eingesetzt.
Das Gebäude sollte sich aus energetischen Gründen nach Süden ausrichten.
Gleichzeitig war der Ausblick über die Wiesen nach Remscheid im Entwurf zu
berücksichtigen.
Grundgedanken zur Wohnungsaufteilung – Trennung der Wohneinheiten in separate
Wohnhäuser mit gemeinsamer Erschließung. Ausnutzung der Hanglage in diesem
Zusammenhang. Ebenerdige Wohnung der Bauherren.
Ausnutzung des Höhenversprungs auf dem Baugrundstück.

5. Energie- und Heizungskonzept
Ausrichtung des Gebäudes nach Süden. Gewinnung von möglichst viel Sonnenenergie.
Auslegung der Wände und Dächer mit hohem Dämmwert, Niedrigenergiestandart.
Heizverteilung mit niedrigen Vorlauftemperaturen über Wand- oder Fußbodenheizung.
Ursprünglich sollte die Wärmeerzeugung über Solargewinnung und Pufferspeicher mit zusätzlicher Erdwärmepumpe oder Feststoffbrenner (Pellets) erfolgen.
Ausgeführt wurde letztendlich eine Gas-Brennwert Heizung, da die solaren Gewinne in dieser Region zu gering waren. Dafür wurde ein komplettes Zweikreissystem für die Regenwassernutzung realisiert.

Regenwassernutzung als Zweikreissystem für WC und Garten mit 5.000 Liter Zisterne.

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Telefon: +49 30 217 554 70
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Berthold Manns Architekt Baubiologe
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